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Allgemeine Informationen über den Darm
Der Darm ist ein hochsensibles Ausscheidungsorgan, das vielfältig erkranken kann. Entzündungen in der Darmschleimhaut, krankhafte Ausbuchtungen der Darmwand (Divertikel) oder Polypen gehören zu den möglichen Krankheitsbildern, die vom Arzt dringend abgeklärt werden müssen. Das Krankheitsgeschehen ist immer begleitet von charakteristischen Symptomen.
Die Dickdarmspiegelung, die so genannte Koloskopie, mit gezielter Gewebeentnahme führt fast immer zu einer sicheren Diagnose
Funktion und Lage des Darm´s
Dick-
Das etwa 110 cm lange Ausscheidungsorgan grenzt direkt an den Dünndarm, getrennt durch die Dickdarmklappe, die einen Rückfluss vom Dick-
Der Besuch beim Arzt
Eine ausführliche Klärung der Krankheitsgeschichte ist unerlässlich. Die Schilderung der Symptome gibt erste Anhaltspunkte für die Art der Erkrankung. Mögliche Ursachen sind organische Erkrankungen oder auch Funktionsstörungen. Die körperliche Untersuchung ist entscheidend für die weitere Diagnostik: Abtasten, Abhorchen, Abklopfen. Der Arzt sucht nach Verhärtungen, beurteilt die Darmgeräusche und die Darmgasverteilung.
Die Darmspiegelung ist eine sichere Untersuchungsmethode, Dickdarmerkrankungen aufzuspüren.
Dabei wird die gesamte Schleimhautoberfläche des Hohlorgans inspiziert. Ein oder zwei Tage vor der Koloskopie erhalten die Patienten Abführmittel für eine völlige Darmentleerung.
Eine Darmspiegelung kann ambulant durchgerührt werden. In der Regel gibt der Arzt eine leichte Beruhigungsspritze, aber auch ohne Medikamente kann die Spiegelung vorgenommen werden. Entscheidend für den diagnostischen Aufschluss sind kleine Gewebeentnahmen aus der Schleimhaut des erkrankten Organs. Diese winzigen Zangenbiopsien werden im Labor des Pathologischen Instituts aufbereitet und unter dem Lichtmikroskop feingeweblich untersucht. Die endgültige Diagnose stellt daher meist der Pathologe mit seinem histologischen Befund
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
Die Schleimhaut des Darms kann dauerhaft erkranken. Kennzeichen der chronisch-
Bei der Crohn-
Bei der Dickdarmspiegelung zeigt sich häufig eine charakteristisch verdickte Darmwand. Die Entzündung befällt alle Wandschichten des Organs. In die Darmwand können sich tiefe Geschwüre einnisten. Typisch im endoskopischen Bild ist der fleckige Befall, das so genannte Pflastersteinrelief.
Die Ursache der Crohn-
Bei dauerhafter Entzündung des Dickdarms erhöht sich das Risiko für Dickdarmkrebs. Daher sind regelmäßige Kontrollen durch Dickdarmspiegelungen mit Gewebeprobeentnahmen erforderlich, um bösartige Entwicklungen frühzeitig zu entdecken.
Die Divertikel-
Eine häufige Erkrankung des Dickdarms ist die so genannte Divertikulose. Divertikel sind kleine, sackförmige Ausbuchtungen durch die Wand von Hohlorganen. Divertikel können sich überall im Verdauungssystem ausbilden, meistens aber treten sie im unteren Bereich des Dickdarms auf.
Als Ursachen werden unter anderem neben einer Ballaststoff armen Kost auch genetische Faktoren diskutiert. Mit steigendem Lebensalter wächst auch die Häufigkeit zu dieser Fehlbildung. Meist macht die Divertikulose keine Beschwerden.
* Divertikel-
Als Komplikation der Divertikelkrankheit treten Darmblutungen oder Entzündungen auf (Divertikulitis). Die Divertikulitis erscheint im Zusammenhang mit einem Divertikel-
Divertikulitis: Normalerweise ist Bettruhe angezeigt und es werden Antibiotika verordnet. Bei wiederkehrender Erkrankung ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Dabei wird meistens das betroffene Darmstück entfernt und die beiden Darmenden wieder zusammengenäht.
* Minimal-
Der Eingriff erfolgt – ähnlich wie eine Leberspiegelung – unter endoskopischer Kontrolle über vier kleine Einschnitte in die Bauchdecke. Zunächst strömt CO2 Gas in die Bauchhöhle, um die Bauchdecke anzuheben, damit der Chirurg freie Sicht auf alle Organe hat. Diese laparoskopische Dickdarm-
Der Reizdarm
Schmerzen im Bauchraum, Blähungen, Veränderungen der Stuhlfrequenz und Stuhlkonsistenz können die klinischen Leitsymptome der Reizdarmsyndrom sein. Weil sich beim Reizdarm koloskopisch keine krankhaften Veränderungen nachweisen lassen, wurde dieses Krankheitsbild in der Vergangenheit häufig unterbewertet und der Leidensdruck der Patienten oft nicht adäquat wahrgenommen. Auch wenn es sich bei einem Reizdarmsyndrom nicht vordergründig um eine psychische Störung handelt, werden Krankheitsverlauf und Leidensdruck der Patienten häufig von psychosozialen Faktoren mitbestimmt.