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Endoskopie



Endoskopie bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen

Die Endoskopie hat einen hohen Stellenwert bei der ärztlichen Betreuung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Die Untersuchungen sind jedoch deutlich seltener nötig wie noch vor wenigen Jahren und durch die mögliche Begleitmedikation wesentlich weniger unangenehm. Auf dieser Seite informieren wir Sie über den aktuellen Stand der endoskopischen Untersuchungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Weitere Informationen erhalten Sie auf der http://www.uniklinik-ulm.de/uploads/RTEmagicC_5f4fd74515.gif.gifWeb-Seite Endoskopie.

Indikation

Die Endoskopie wird bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zur Diagnosestellung und zur Verlaufskontrolle benötigt.
Am Beginn der Erkrankung muß die Diagnose endoskopisch und histologisch gesichert werden, parallel sollen hiermit Darmentzündungen anderer Ursache ausgeschlossen werden. In der Mehrzahl der Fälle gelingt auch eine Abgrenzung zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bereits durch die Ausgangsuntersuchung. Außerdem kann die Ausdehnung und das Befallsmuster der Colitis endoskopisch genau dokumentiert werden, was Auswirkungen auf die Art der medikamentösen Therapie hat. Somit ist die endoskopische Untersuchung am Krankheitsbeginn unverzichtbar. Gegebenenfalls ist zusätzlich zu einer Darmspiegelung noch eine Magenspiegelung nötig, um einen Befall von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm bei Morbus Crohn auszuschließen.
Im weiteren Verlauf der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung steht die Endoskopie nicht mehr im Vordergrund. Die Krankheitsaktivität wird hauptsächlich anhand der Symptomatik bestimmt. Daneben hat in den letzten Jahren die Darmwandsonographie erheblich an Bedeutung gewonnen. Mit der Sonographie steht eine verläßliche Technik zur Verfügung, die Aussagen über die entzündliche bzw. narbige Darmwandverschwellung zuläßt und Komplikationen wie Stenosen oder Fisteln erkennt. Somit werden in unserer Klinik beim M. Crohn keine Kontrollkoloskopien in festen Intervallen mehr durchgeführt.

Bei bereits gesicherter Diagnose ist die Koloskopie in folgenden Situationen erforderlich:

* bei M. Crohn: bei Komplikationen (z.B. Blutungen, hochgradigen Stenosen zur endoskopischen Therapie)
* bei Colitis ulcerosa: jährliche Coloskopie bei einer Krankheitsdauer von über 10 Jahren (bzw. 15 Jahren bei Linksseitencolitis), bei Komplikationen (s.o.).



Vorbereitung http://www.uniklinik-ulm.de/uploads/RTEmagicC_pfeil_oben_hellgruen_168cf3.gif.gif

Für eine aussagekräftige Untersuchung ist eine gute Vorbereitung des Darmes unerläßlich. Die Darmspülung kann vom Patienten selbst zu Hause am Tag vor der Untersuchung durchgeführt werden. Die nötige Spüllösung kann von unserer Abteilung zur Verfügung gestellt werden. Alternativ kann die Spülung auch am Tag der Untersuchung in der Klinik mit Hilfe des Pflegepersonales erfolgen. Einzelheiten werden im Rahmen des ärztlichen Aufklärungsgespräches besprochen.



Durchführung http://www.uniklinik-ulm.de/uploads/RTEmagicC_pfeil_oben_hellgruen_63cc0f.gif.gif

Es wird angestrebt, daß die endoskopischen Untersuchungen von dem betreuenden Arzt des Patienten selbst durchgeführt werden. Da die Untersuchung in der Klinik stattfindet, ist auch bei ambulanter Endoskopie eine großzügige Sedierung mit kurz wirksamen Medikamenten möglich. Anschließend sind Sie allerdings für diesen Tag nicht mehr fahrtüchtig.
Bei der Coloskopie wird das Gerät in Linksseitenlage des Patienten unter Gabe von Luft und unter Sicht bis in den Endteil des Dünndarmes, das terminale Ileum, vorgeschoben. Die Beurteilung der Schleimhaut sowie die Entnahme der Gewebsproben erfolgt auf dem langsamen Rückzug des Gerätes. Der Zeitbedarf für eine unkomplizierte Untersuchung beträgt ca. 30 min.



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