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Schwerbehinderung


Schwerbehinderung

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Zuständig für die Anerkennung als Schwerbehinderter:

Adresse

Hessisches Amt für Versorgung und Soziales - Versorgungsamt
Walter-Möller-Platz 1
60439 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 15671 Zentrale
Telefon: +49 (0) 01802358376 (Hotline)
Telefax: +49 (0)69 1567234
E-Mail: Link-Iconpost@havs-fra.hessen.de

Definition:

Als schwerbehindert gelten Personen mit einer länger bestehenden körperlichen, geistigen oder seelischen Funktions­beeinträchtigung, für die ein „Grad der Behinderung” von wenigstens 50 festgesetzt wurde. Personen mit einem Grad der Behinderung unter 50 (mindestens aber 30) können unter bestimmten Voraussetzungen den Schwerbehinderten gleichgestellt werden.

Nach dem Sozialgesetzbuch Neun (SGB IX) stellt das Versorgungsamt fest, ob eine Behinderung vorliegt und welchen Grad sie hat. Im Schwerbehindertenausweis bescheinigt es außerdem die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen. Im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechts (z. B. nach dem Bundesversorgungsgesetz) zahlt es u. a. Renten und Leistungen der Heil- und Krankenbehandlung.

Der Erstantrag wird bei dem Versorgungsamt gestellt, welches für den Wohnbereich des Antragstellers zuständig ist.
Hier erhält man auch die nötigen Formulare, die zur Antragsstellung nötig sind.

Behinderungen:

Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Rechten aus dem Sozialgesetzbuch Neun (SGB IX) und die Zuerkennung von Nachteilsausgleichen ist das Vorliegen einer Behinderung, deren Schwere mindestens einen Grad von 50 haben muss.
Im SGB IX, § 2 ist die Behinderung definiert als die Auswirkung einer nicht nur vorübergehenden Funktionsbeeinträchtigung, die auf einem regelwidrigen körperlichen, geistigen oder seelischen Zustand beruht. Eine Auflistung der Behinderungsarten, ihrer Auswirkungen und eine Beurteilung nach dem Grad der Behinderung (GdB) enthalten die Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem SGB IX (Hrsg.: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung), die damit die wichtigste Grundlage für die Anerkennung einer Schwerbehinderung sind .

In der Praxis besteht häufig keine eindeutige Abgrenzung zwischen körperlicher, geistiger und psychischer Behinderung. Viele Behinderungen beruhen sowohl auf körperlichen wie seelischen Ursachen. Einer Schwerbehinderung liegen oft verschiedene Behinderungsarten zugrunde, aus denen dann ein Gesamtgrad der Behinderung ermittelt wird. Auch die geistige Behinderung tritt oft in Verbindung mit körperlichen Leiden auf. Man spricht hier von einer Mehrfachbehinderung. Das Bild des Schwerbehinderten in der Öffentlichkeit ist geprägt vom "klassischen", sichtbar Behinderten wie etwa dem Rollstuhlfahrer. Tatsächlich aber sieht man Betroffenen in den meisten Fällen ihre Behinderung nicht an. Zumindest fällt sie nicht unmittelbar ins Auge. Es handelt sich hierbei um die vielen inneren Erkrankungen wie Nierenschäden, Herz- und Kreislaufkrankheiten oder Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule und Gelenken. Diesen nicht sichtbar Behinderten begegnet die Umwelt vorbehaltlos. Sie werden nicht wegen ihrer Behinderung abgestempelt oder in ihrer Leistungsfähigkeit unterschätzt. Eher haben sie damit zu kämpfen, dass man ihre Erkrankung im Betrieb nicht ernst nimmt.

Es ist nicht möglich, an dieser Stelle auf alle vorhandenen Behinderungen einzugehen. Im folgenden werden einige besonders bedeutsame und charakteristische Behinderungen und ihre Auswirkungen dargestellt.

Die meisten Behinderungen beruhen auf einer körperlichen Beeinträchtigung. Bei Menschen mit diesen Behinderungen handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe. Die Körperbehinderung ist ein Sammelbegriff für die vielfältigen Erscheinungsformen und Schweregrade körperlicher Beeinträchtigungen, die sich aus Schädigungen des Stütz- und Bewegungsapparates und aus anderen inneren oder äußeren Schädigungen des Körpers und seiner Funktionen ergeben.

Anhaltspunkte für die ärztliche Begutachtung Behinderter

Das Versorgungsamt richtet sich bei der Feststellung der Behinderung und des Grades der Behinderung nach den "Anhaltspunkten für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Sozialgesetzbuch Neun (SGB IX)". Sie enthalten allgemeine Beurteilungsregeln und Einzelangaben darüber, wie hoch der Grad der Behinderung bei welchen Behinderungen festzusetzen ist. Die "Anhaltspunkte" gelten bundesweit und sollen für eine möglichst einheitliche Praxis sorgen. Vom Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung wurden sie zuletzt 1996 neu gefasst.

Steuerfreibeträge - Nachteilsausgleich - Übersicht

So hoch ist Ihr Behindertenpauschalbetrag Freibeträge in EURO ab dem 01.01.2002

Bei einem GdB von beträgt der Pauschalbetrag

Steuerfreibeträge / Nachteilsausgleich
Übersicht

So hoch ist Ihr Behindertenpauschalbetrag
Freibeträge in EURO ab dem 01.01.2002

Bei einem GdB * von beträgt der Pauschalbetrag

25 und 30 310,00
35 und 40 430,00
45 und 50 570,00
55 und 60 720,00
65 und 70 890,00
75 und 80 1060,00
85 und 90 1230,00
95 und 100 1420,00

für Hilflose und Blinde
3700,00

Achtung:

Besonders bei der Altersteilzeit sollte man überlegen, ob man den Pauschbetrag auf der Steuerkarte eintragen lässt oder ob man ihn beim Einkommenssteuerbescheid geltend macht!
* Grad der Behinderung

..... zum aktuellen Stand bitte an das Versorgungsamt wenden .....

Letzte Aktualisierung 12.09.2009





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