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Was wir wollen

Er hat keinen guten Ruf:.....

..................Unser Darm,

er wird mit stinkenden Gasen und ekligen Abfallprodukten in Verbindung gebracht. Dabei leistet die größte Chemiefabrik unseres Körpers Schwerstarbeit. Im Laufe eines 75jährigen Lebens wandern 30 Tonnen Nahrung und 50.000 Liter Flüssigkeit durch das Verdauungssystem. Dabei werden lebenswichtige Stoffe durch die Darmwand dem Körper zugeführt. Gesteuert wird das Ganze von über 100 Millionen Nervenzellen, einem Netzwerk, das noch komplizierter als unser Gehirn aufgebaut ist. Problematisch wird es erst, wenn die Funktion gestört ist.

Mehr als 300.000 Menschen leiden bundesweit an einer der beiden chronisch entzündlichen Darmerkrankungen „Morbus Crohn“ und „Colitis ulcerosa“.
Man geht von einer hohen Dunkelziffer aus, da diese Krankheiten oft erst nach Jahren erkannt werden.
Die Diagnosen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa bedeuten einen tiefen Lebenseinschnitt;
Sind aber kein Grund zur Verzweifelung.
Sie verlaufen individuell sehr unterschiedlich.
Es kann zu quälenden Schmerzen, Durchfall, Blutverlust, Mangelerscheinungen, Beeinträchtigungen der Haut, Augen und Gelenke kommen.
Viele Erkrankte haben speziell in der Anfangsphase Hemmungen mit Ärzten, Selbsthilfegruppen oder Personen ihres Vertrauens über die Krankheit zu sprechen.

Wir..
sind eine Gruppe von Betroffenen. Jeder kann von seinen Problemen und Erfahrungen erzählen. Wir lernen von einander.
Die Gruppe ist ein Treffpunkt für Betroffene, eine Möglichkeit zur Kommunikation. Ein Kreis, in dem man zuhören kann oder eigenes Wissen und Erfahrungen mit einbringen kann. Betroffene in allen Altersklassen. treffen sich seit 1997 regelmäßig zum Erfahrungsaustausch und geselligem Beisammensein.
Die Gruppengröße ist überschaubar, so dass jeder Gelegenheit hat zu Wort zu kommen.

Die Gruppe ist keine Konkurenz zur herkömmlichen ärztlichen Versorgung, aber versteht sich als Teil einer umfassenden Betreuung. Ärzte und Spezialisten aller Fachrichtungen informieren uns in Vorträgen über Standards, neue Entwicklungen und Trends. Öffentlichkeitsarbeit ist eine unserer Aufgaben.

Wir möchten uns nicht isolieren, sondern verstanden wissen.

Die Rolle der Selbsthilfe bei der Krankheitsbewältigung ist heute eine ergänzende Hilfe zur medizinischen Therapie und von vielen Ärzten anerkannt. Hierbei geht es nicht um den Ersatz der medizinischen Versorgung, sondern um die Ergänzung in Bereichen die nicht von der Medizin behandelt werden können.
Angst vor dem ersten Gruppenbesuch ?
Warum? . . .

In unseren Gruppen schließen sich Betroffene Patienten zusammen, die für die Bewältigung ihrer Alltagsprobleme Hilfe und Unterstützung in einer Gemeinschaft Gleichbetroffener suchen. Die gleichberechtigte Mitwirkung aller Teilnehmer ist ein wichtiges Gruppen-Merkmal. Der Gruppenleiter ist als Betroffener Teil der Gruppe. Er übernimmt die Moderation und Vertretung nach außen. Die Gruppe respektiert und fördert die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung aller Teilnehmer.

In der Gruppe können keine Patentrezepte gegeben werden. Im Vordergrund steht die Ermutigung der Teilnehmer Problemlösungen aktiv und eigenverantwortlich zu erreichen und ggf. auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Die Gruppe bietet:
Erfahrungsaustausch und Gespräche in der Gruppe oder auch "im Einzelgespräch".
Betroffene als vertrauliche Ansprechpartner/innen, Hilfe zur Selbsthilfe.
Infomaterial oder Quellennachweise (z.B. Literaturliste).
Information über Behandlungsmöglichkeiten der Grunderkrankung und begleitender Krankheitsbilder.
Gemeinsame Aktivitäten u.v.m.

Die Gruppe organiesiert:

Arzt-Patienten Seminare, Informationsveranstaltungen mit Ärzten, Apothekern und

anderen qualifizierten Fachkreisen. Teilnahme an Selbsthilfemärkten und will damit Öffentlichkeit und

Behörden sensibilisieren.


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